Gelenke

Ein Aspekt, der uns sehr wichtig ist, ist das Röntgen der Hunde aus unserer Zucht. Nur durch eine hohe Röntgenrate kann festgestellt werden, ob es in einer Linie vermehrt Probleme gibt. Hat ein Zuchtrüde unter 50 Nachkommen nur drei geröntge Hunde, gibt das keinerlei Aussagekraft über seine Vererbung. Zwar ist die HD Quote derzeit recht gut, damt das so bleibt, müssen aber weiterhin möglichst viele Hunde geröntgt werden, egal ob man vorhat, zu züchten oder nicht. Es sollte schon aus eigenem Interesse selbstverständlich sein, dass man weiß, ob man seinen Hund voll belasten darf oder nicht. Ein Hund mit schlechten Gelenken lahmt nicht zwangsläufig, unsere Dolores ist das beste Beispiel dafür.

Glücklicherweise ist der Anteil der an HD/ED erkrankten Hunde in der Rasse relativ gering und zumindest aktuell kein allzu großes Problem. Dennoch ist natürlich jeder erkrankte Hund einer zu viel und für den Besitzer bricht nach der Diagnose erst einmal die Welt zusammen.

Hüftgelenksdysplasie (HD)

Bei der Hüftgelenksdysplasie (HD) passen der Oberschenkelkopf und die Hüftpfanne nicht zusammen. Der Oberschenkelkopf soll normalerweise tief in der Pfanne sitzen. Tut er dies nicht oder ist die Pfanne nicht richtig ausgebildet, wird der Gelenksknorpel schneller abgenutzt und dies sorgt das -je nach Schwere- für Schmerzen beim Hund. Viele Hunde haben selbst mit leichter und mittlerer HD keine bis kaum Beschwerden. Einige fangen jedoch bereits als Junghund an zu lahmen, hier müssen mit einem Spezialisten die möglichen Therapien besprochen werden. Heilbar ist die HD leider nicht, durch eine richtige Behandlung kann der Hund jedoch lange Zeit beschwerdefrei leben.

Die HD ist zwar zu einem Teil genetisch bedingt, kann aber ebenfalls durch falsche Ernährung und Bewegung des jungen Hundes ausgelöst werden, daher gibt es bei einer Verpaarung von zwei gesunden Eltern nie die Garantie, dass der Welpe ebenfalls gesund ist.

 

Die HD wird in fünf Grade eingeteilt:

  • HD A: HD frei

  • HD B: HD-Verdacht, Übergangform

  • HD C: leichte HD

  • HD D: mittlere HD

  • HD E: schwere HD

Der Grad der HD wird mit dem sog. Norbergwinkel gemessen. Es wird vom Mittelpunkt des Oberschenkelkopfes eine Linie zum vorderen Pfannenrand gezogen. Beträgt dieser Winkel 105° oder mehr, ist der Hund HD frei. Bei einem Winkel von 100-105° wird der Hund mit HD B ausgewertet usw. Der Norbergwinkel wird jedoch nicht alleine betrachtet, sondern ebenfalls der Gelenkspalt.

Hund mit HD A ausgewertet, der Norbergwinkel beträgt etwas mehr als 105°

Hund mit HD E ausgewertet, der Norbergwinkel beträgt 75°, an den Knochen sind bereits deutliche Abnutzungserscheinungen zu erkennen. Links sitzt der Oberschenkelkopf überhaupt nicht in der sehr schlecht ausgebildeten  Hüftpfanne

Um den Norbergwinkel messen zu können, muss der Hund beim Röntgen perfekt gelagert worden sein. Liegt der Hund schief, ist das Bild nicht auswertbar oder aus einer eigentlich sehr guten Hüfte wird eine schlechtere. Daher ist es notwendig, mit dem Tierarzt zu sprechen, ob er eine hohe Qualität der Röntgenaufnahmen garantieren kann oder ob es mehr Sinn macht, in eine Klinik oder zu einem Tierarzt zu fahren, der regelmäßig Hunde für die Auswertungen der Zuchtvereine röntgt. Es ist sehr ärgerlich, wenn der Hund unnötig in Narkose gelegt und viel Geld für nicht auswertbare Röntgenbilder bezahlt wurde.

Optimal gelagerter Hund, die Beine sind gerade nach hinten gestreckt und liegen parallel

Nicht auswertbares Röntgenbild, die Beine liegen schief, der Gutachter kann dieses Bild nicht beurteilen

Ellbogendysplasie (ED)

An dem Artikel wird noch gebastelt....